Das astrologische Bundeskanzler-Gen

Das astrologische "Kanzler-Gen" im Hinblick auf bisherige deutsche Regierungschefs und mögliche neue Anwärter auf das Amt.

Jährlich, gelegentlich monatlich, spekuliert die mediale Öffentlichkeit darüber, wer der nächste Bundeskanzler oder die nächste Bundeskanzlerin in Deutschland werden könnte. Diese "Schatten-Kanzlerkandidaten" füllen inzwischen ganze Archive und sind Monate später vergessen.

In der gut sechzigjährigen Geschichte der Bundesrepublik Deutschland kamen und gingen etliche Schatten-Kanzlerkandidaten. Mit der stürmischen Entwicklung modernster Kommunikationsmittel nahm die Umschlaggeschwindigkeit neuester, gerne von den Medien gekürter oder gepushter Kanzler-Kandidaten, deutlich zu. Man entdeckte ein jüngeres Talent, gerne unter Ministerpräsidenten oder politischen Newcomer auf Bundesebene, mit frischem Amt. Wer erinnert sich noch an Lothar Späth, den baden-württembergischen Ministerpräsidenten, der allen Ernstes Ende der 1980er Jahre - zumindest von den Medien und einigen Parteifreunden - gegen Helmut, den damaligen Bundeskanzler Kohl - in Stellung gebracht wurde?
Ja, Lothar Späth, im Stuttgarter Regierungssitz droben auf dem Berge, von den Medien gefeiert und gepusht, als "Gegen-Kohl" und kommender, besserer Bundeskanzler. Ihn, Späth, verließ der Mut vor der eigentlichen Machtprobe. Auf Bundesebene hatte Gegner Kohl bei weitem mehr Mut, Durchhaltevermögen, Freunde und Helfer im Hintergrund.

Im Jahre 2010/2011 wiederum konnten Astrologen, Interessierte und die Öffentlichkeit den kometenhaften Aufstieg eines jüngeren, adligen Mannes mitverfolgen, der bald - natürlich - als nächster Kanzlerkandidat gehandelt wurde. Die volkstümliche Frage an Karl-Theodor Freiherr zu Guttenberg, ob er "Kanzler kann", wurde vorschnell mit "Ja" beantwortet. Doch der Medienliebling und Freund der "Bild", stürzte im Februar 2011 über die schlichte Tatsache, dass er ein bisschen zu viel ungenannte Quellen für seine Doktorarbeit verwendet hatte. Ganz sicher wird er daher nicht - an Stelle von Angela Merkel - als Kanzler-Kandidat der CDU in die Bundestagswahlen 2013 gehen, geschweige denn als solcher weiterhin "gehandelt" werden.

Ein noch zu entdeckender, potentieller zukünftiger Kanzler-Kandidat, ist also wieder gefragt.



Das astrologische Bundeskanzler-Gen

Im Laufe der bundesdeutschen Kanzler-Geschichte kristallisierten sich einige typische, astrologische Merkmale heraus, die offensichtlicher nicht sein können, wenn man sich astrologisch mit den Bundeskanzlern - und der Bundeskanzlerin - beschäftigt. Bisher scheint es zumindest, als würden erst mit der Erfüllung bestimmter, ganz schlichter astrologischer Kriterien, die Voraussetzungen für eine Kanzlerschaft gegeben sein. Ein Kriterium fällt sogar Astrologie-Einsteigern auf, schaut man sich einfach nur mal die Geburtsdaten und die dazu gehörenden Sonnenzeichen aller bisherigen Amtinhaber an:

Konrad Adenauer

05.01.1876

Ludwig Erhardt

04.02.1897

Kurt Georg Kiesinger

06.04.1904

Willy Brandt

18.12.1913

Helmut Schmidt

23.12.1918

Helmut Kohl

03.04.1930

Gerhard Schröder

07.04.1944

Angela Merkel

17.07.1954

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Dass bei den bisherigen Kanzlern der Bundesrepublik Deutschland seit 1949 jene mit einer Widder-Sonne dominieren, kann nicht wirklich überraschen. Auch deshalb nicht, weil man die Widder-Prägung gemeinhin mit Tatkraft, Führungsqualitäten, Durchsetzungsfähigkeit, Mut und Konkurrenzverhalten in Verbindung bringt.




Die Amtsinhaber nach dem Tierkreiszeichen ihrer Geburts-Sonne:

Konrad Adenauer

Steinbock

Ludwig Erhardt

Wassermann

Kurt Georg Kiesinger

Widder

Willy Brandt

Schütze

Helmut Schmidt

Steinbock

Helmut Kohl

Widder

Gerhard Schröder

Widder

Angela Merkel

Krebs


Den Widder-Geprägten folgen die Steinbock-Sonnen, was ebenfalls nicht überrascht, wenn man die Steinbock-Qualitäten gerne als maßstäblich erfährt, politisch orientiert und verantwortungsbereit.



Wer hält nicht durch?

Doch zunächst möchte ich in dieser, natürlich ganz kleinen Statistik auf zwei Kanzler aufmerksam machen, die vorzeitig zurück traten. Gemeint sind Ludwig Erhardt und Willy Brandt. Adenauers Rücktritt 1963 war schon bei seinem Amtsantritt 1961 mit dem Koalitionspartner FDP vereinbart worden. Bei Erhardt und Brandt unterscheiden sich die Rücktritte insofern, als dass kaum jemand Erhardt zum Kanzler geeignet hielt und er im Amt rapide an Ansehen und Macht verlor. Brandt jedoch wurde ins Amt gewählt, zweimal sogar, bevor auch er aufgab, nach Machtverlust, Durchsetzungsschwäche und mangelnder Beständigkeit. Begleitet wurde dies von einer Spionage-Affäre im engen Umfeld und von "Frauen-Geschichten".

Nochmals die bisherigen Amtsinhaber, diesmal nach der Dynamik der Tierkreiszeichen ihrer Sonnenstände:

Konrad Adenauer

kardinal

Ludwig Erhardt

fix

Kurt Georg Kiesinger

kardinal

Willy Brandt

variabel

Helmut Schmidt

kardinal

Helmut Kohl

kardinal

Gerhard Schröder

kardinal

Angela Merkel

kardinal


Man erkennt gleich, dass die beiden Bundeskanzler mit Geburts-Sonnen, die nicht in kardinalen Zeichen (Widder, Krebs, Waage, Steinbock) stehen, vorzeitig zurückgetreten sind!



Allgemeine Schlußfolgerungen

Die zwölf astrologischen Tierkreiszeichen werden in drei dynamische Qualitäten eingeteilt: kardinal, fix und variabel (beweglich). Die stärkste Dynamik wird in der astrologischen Tradition den kardinalen Tierkreiszeichen zugerechnet. Sie sind am aktivsten und zeichnen sich vor allem durch eine impulsgebende, initiative Kraft aus. Dies passt sehr gut zu politisch hohen Ämtern, erst recht zum Kanzleramt, zumindest in der Bundesrepublik Deutschland. Für andere Staaten und deren höchste Führungsämter gelten wiederum andere astrologische Kriterien und Profile. Gut sichtbar z.B. bei den französischen Staatspräsidenten oder auch den us-amerikanischen Präsidenten. Doch zurück zu den deutschen Bundeskanzlern und den zukünftigen Kandidaten...

Willy Brandt hatte zumindest den Aszendenten in einem kardinalen Zeichen, nämlich im Widder. Sein Geburts-Mars, als Aszendenten-Herrscher, stand im Krebs und somit wiederum in einem kardinalen Zeichen. Ludwig Erhardt jedoch hatte weder den Aszendenten, noch die Geburts-Sonne noch den Aszendenten-Herrscher Mars/Pluto in einem kardianalen Tierkreiszeichen! Vielmehr standen Aszendent und Sonne in fixen Zeichen (Skorpion und Wassermann), Aszendenten-Herrscher und Mitherrscher in variablen Zeichen.

Für das deutsche Kanzleramt qualifizieren sich also vorwiegend Persönlichkeiten mit der Sonne in einem kardinalen Zeichen, oder wenigstens einem Aszendenten nebst Aszendenten-Herrscher in kardinalen Zeichen. Dies jedoch nur, solange es sich nicht um das ebenfalls kardinale Zeichen Waage handelt, welches in der Kanzler-Riege noch nie aufgetaucht ist. Weder als Aszendent, Sonnenzeichen oder als Position des Aszendenten-Herrschers! Verwundert das etwa? Nein, denn die politisch-verfassungsrechtliche Konstruktion der deutschen Kanzlerschaft im System der Bundesrepublik Deutschland wurde so gestrickt, dass der Amtsinhaber oder die Amtsinhaberin, eine deutlich höhere Stellung gegenüber den Bundesministern einnimmt. Er/Sie muss definitiv "Chef oder Chefin" sein können, was beim Waage-Typus naturgemäß weniger ausgeprägt ist.



Kanzler-Kandidaten der Vergangenheit

Wer erinnert sich noch an Edmund Stoiber, ehemals bayerischer Ministerpräsident, der bei der Bundestagswahl 2002 gegen Bundeskanzler Schröder - Widder-Sonne - angetreten ist? Richtig, Stoiber hat eine Waage-Sonne und wurde - sehr knapp - nicht gewählt. Ein Glück vielleicht für die Waage-Persönlichkeit von Edmund Stoiber, denn seine Berufung wenige Jahre später ins Kabinett Merkel endete in einem Fiasko. Stoiber zauderte und konnte sich mit seinen Wünschen nicht durchsetzen, lavierte und schwankte letztlich so lange hin und her, bis alles zu spät war für den ambitionierten, zukünftigen Bundeswirtschaftsminister. Der er dann bekanntlich nicht wurde und gut ein Jahr später deswegen auch in Bayern als Ministerpräsident "gestürzt" wurde, bzw. seinen Rückzug bekannt gab.

Helmut Kohl - Widder-Sonne, trat als Bundeskanzler bei den Wahlen 1998 gegen Gerhard Schröder. Dieser, ebenfalls Widder-Sonne, gewann die Wahl. Bundeskanzler Gerhard Schröder - Widder-Sonne - verlor die Bundestagswahl 2005 gegen Angela Merkel, die Krebs-Sonne. Und der erfolglose Herausforderer von Bundeskanzlerin Merkel bei den Wahlen 2009 war Frank-Walter Steinmeier - eine Steinbock-Sonne. Kohl, Schröder, Merkel und Steinmeier also allesamt mit einer kardinalen Sonne ausgestattet.



Wer wird zukünftig Kanzler oder Kanzlerkandidat?


Bei Karl-Theodor zu Guttenberg hätte ein Blick allein schon in die Tageskonstellationen seiner Geburt gereicht, um recht sicher auszuschliessen, dass er mit seiner Schütze-Sonne (variabel) jemals Angela Merkel ablösen oder etwa später eine Bundestagswahl - mit dem Ziel Kanzlerschaft - hätte gewinnen können.

Seine Geburtskonstellationen sind:

 

 


Horoskop Karl-Theodor zu Guttenberg, 5.12.1971, München, ohne Geburtszeit


Auch Sigmar Gabriel, der SPD-Vorsitzende, hat mit einer Jungfrau-Sonne (variabel) wenig Chancen, als möglicher Kanzler-Kandidat der SPD bei den nächsten Wahlen auf Bundesebene zu bestehen:



 

Horoskop Sigmar Gabriel, 12.9.1959, Goslar, ohne Geburtszeit

Immerhin, Guttenbergs Geburtshoroskop bietet doch vier Planeten in kardinalen Zeichen! Vielleicht kommt ja daher die zu rasche Medienpräsenz als möglicher, zukünftiger Kanzlerkandidat? Sigmar Gabriel von der SPD wird mit drei kardinal stehenden Planeten bisher (April 2011) nicht ernsthaft als möglicher Kanzlerkandidat betrachtet.

Der ewige Dienstleister für die jeweiligen Bundeskanzler, Wolfgang Schäuble, hat natürlich eine Jungfrau-Sonne (variabel). Mit starker Jungfrau-Prägung neigt man zu Diensten für Chefs und sonstige Vorgesetze zu sein, wird aber selbst eher kein oberster Chef. Aus astrologischer Sicht "gefährlicher", könnte jedoch Norbert Röttgen, derzeitiger Bundes-Umweltminister, für Angela Merkel werden. Röttgen hat eine ebenfalls eine kardinale Krebs-Sonne.

Es sind gut zwei Jahre bis zur nächsten Bundestagswahl 2013 in Deutschland. Aber falls Ihnen inzwischen von Medien und Öffentlichkeit oder von Parteien weitere Hoffnungsträger für das Amt des Bundeskanzler präsentiert werden, so schauen Sie erst einmal, welches Sonnen-Zeichen diese "Hoffnungsträger" haben. Eine Geburts-Sonne in einem der kardinalen Zeichen hat große Aussichten aufs das Amt des Bundeskanzlers, "darunter" geht es kaum. Eine Widder-Sonne hat noch bessere Chancen! Waage-Sonnen werden mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit in näherer und vielleicht auch weiterer Zukunft keine Bundeskanzler stellen. Auch keine Kanzlerkandidaten.