Das Tierkreiszeichen Schütze

Tierkreiszeichen Schütze: Darstellung aus dem
''Liber Astronomicus'' von Guido Bonatus, 1491.
Symbol: 
Element: Feuer
Qualität: veränderlich
Polarität: Yang/männlich
Zeichenherrscher: Jupiter
Sonne im Schützen: etwa vom 22. November bis zum 21. Dezember
Jahreszeit: Dunkelheit, nackte Äste, Ende des Lebenszyklus
Kultur: Vorboten des neuen Lebens, Lichter des Advent, Luzia, die Lichtbringerin, Barbarazweige, die Knospen im Winter, Nikolaus
Körperbereich: Hüft- und Oberschenkelregion, Leber
Namen gebendes Sternbild: Sagittarius
Astrologische (Be-)Deutung
Der Schütze ist das neunte Zeichen des Tierkreises. Hier geht es darum, das erworbene Wissen in einen größeren Zusammenhang zu stellen. Der Blick des Schützen schweift in die Ferne - er orientiert sich am Zukünftigen und sucht den allem innewohnenden Sinn. Er erfasst die Welt ganzheitlich.
Menschen, die von diesem Zeichen geprägt sind, sind beständig dabei, ihren Horizont zu erweitern, sei es, indem sie weite Reisen unternehmen und fremde Kulturen kennen lernen oder indem sie sich mit philosophischen Themen beschäftigen. Sie wollen sich ein Bild von der Welt machen und eignen sich zu diesem Zweck ein breites Wissen an. Ihnen geht es dabei jedoch nicht darum, möglichst viele Fakten anzusammeln, vielmehr wollen sie diese Fakten in ein umfassendes Weltbild stellen und den dahinter liegenden Sinn verstehen. Daher interessieren sie sich häufig für Religion oder Spiritualität. Glauben und erfahren ist für sie wichtiger als Wissen. In ihrem Optimismus vergessen sie bisweilen, dass das Leben auch düstere Seiten hat und auf Höhen wieder Tiefen folgen. Eine solche Sicht kann überwältigend und ansteckend sein. Andererseits folgt bei Schütze-Geborenen oft auf das Himmelhoch-Jauzend ein Zu-Tode-Betrübt, ohne dass sie es erklären könnten.
Schütze-Persönlichkeiten brauchen Überzeugungen. Und sie verstehen es bestens, andere dabei mitzureißen. Das kann jedoch auch ins Negative umschlagen: wenn nämlich der Glaube zum Fanatismus wird und andere missioniert werden sollen oder wenn die Selbstgerechtigkeit überhand nimmt.
Das Tierkreiszeichen Schütze verleiht Achsen und Planeten, die sich in ihm befinden, Optimismus, Größe und Weite.
Mit seinem Oppositionszeichen Zwillinge hat der Schütze die Vielseitigkeit gemein. Doch während diese für den Zwilling ein Selbstzweck ist, stellt sie für den Schützen ein Mittel zum Zweck dar: nämlich zu einem umfassenden Verständnis zu gelangen. Mit den anderen beiden Feuerzeichen, Widder und Löwe, teilt der Schütze die Fähigkeit, aktiv das Leben zu gestalten. Dabei startet der Widder immer wieder durch, der Löwe stellt sich in den Mittelpunkt, und der Schütze trägt seine Ideen weiter. Von den beiden Zeichen, die zu ihm im Quadrat stehen, kann der Schütze Hingabe ans Detail ( Jungfrau ) und Vertrauen in den Fluss der Dinge ( Fische ) lernen.
Würden
Im Schützen ist Merkur im Exil.
Mythologie des Sternbilds
Sternbild Schütze
Der Schütze wird zumeist mit einem
Kentaurenin Verbindung gebracht, einem Wesen mit dem Oberkörper eines Mannes und dem Unterkörper eines Pferdes. In der Mythologie stehen die Kentauren für die Ambivalenz zwischen der triebhaften, unbewussten Welt der Tiere sowie der durch Geist und Bildung erhöhten, bewussten Welt der Menschen. Dadurch waren sie unberechenbar. Einige von ihnen, allen voran
Chiron, zeichneten sich durch hohe Bildung und die Sehnsucht nach spiritueller Erkenntnis aus. Chiron war ein Lehrender und Lernender, der beständig sein Wissen erweiterte. Andere waren triebhaft, streitsüchtig, tranken und vergewaltigten gerne. In ihrer blinden Kampfeswut zogen sie gegen Helden wie Herakles jedoch zumeist den Kürzeren.
Einer anderen Version zufolge handelt es sich bei dem Sternbild um den Satyrn Krotos, ein menschengestaltiges Wesen mit einem Pferdeschweif, Bockshörnern und Bocksbeinen, der die Kunst des Bogenschießens erfand. Er war unter den neun Musen aufgewachsen, denn er war der Sohn ihrer Amme. Den Satyrn werden ähnlich ambivalente Eigenschaften zugeschrieben wie den Kentauren. Sie konnten zivilisiert und verantwortungsvoll, aber auch triebhaft und hemmungslos sein.
(Quelle: Weitgehend AstroWiki )