Das Tierkreiszeichen Steinbock

Tierkreiszeichen Steinbock: Darstellung aus dem
''Liber Astronomicus''von Guido Bonatus, 1491
Symbol: 
Element: Erde
Qualität: kardinal
Polarität:Yin/weiblich
Zeichenherrscher: Saturn
Sonne im Steinbock: etwa vom 22. Dezember bis zum 19. Januar
Jahreszeit: Wintersonnenwende, Rückzug der Natur auf den tiefsten Punkt, Härte und Kälte
Kultur: Weihnachten, Mithras-Kult der unbesiegbaren Sonne, Wiedergeburt des Lichts, Raunächte
Körperbereich: Knochengerüst und Knie
Namen gebendes Sternbild: Capricornus (''Ziegenfisch'')
Astrologische (Be-)Deutung
Der Steinbock ist das zehnte Zeichen des Tierkreises. Hier geht es um die gesellschaftliche, Verantwortung tragende Perspektive. Der Einzelne ist eingebunden in eine Gemeinschaft und muss sich bestimmten Regeln unterwerfen. Gleichzeitig handelt er jedoch ausgesprochen eigenverantwortlich.
So verstehen es Menschen, die mit einer Betonung dieses Zeichens geboren wurden, hervorragend, die Pflichten, die dieser Umstand mit sich bringt, zu erfüllen: Sie halten sich an die vorgegebenen Regeln und Gesetze. Es ist für sie von großer Bedeutung, von der Gesellschaft, für die sie sich einsetzen, Anerkennung zu bekommen. Sie können Verantwortung übernehmen, sich auf das Notwendige und Wesentliche beschränken und nicht zuletzt hart arbeiten. Sie haben einen langen Atem und viel Geduld, denn sie orientieren sich an längerfristigen Zielen und an der übergeordneten Aufgabe. Mit Fleiß und Beharrlichkeit nehmen sie lange Durststrecken in Kauf, um schließlich die Früchte ihres Bemühens ernten. Sie sind diszipliniert und wollen zum Kern der Dinge vorstoßen. Und sie sorgen für Struktur und Ordnung.
Die Gefahr liegt darin, dass der Steinbock über seinem Ziel jeglichen ethischen Anspruch vergisst und als Motto wählt: "Der Zweck heiligt die Mittel". Zudem kann das Pflichtbewusstsein alles andere übertönen, sodass man freudlos und hart an das Leben herangeht.
Zu den Schattenseiten der Steinbock-Energie gehört die Tendenz, die Regeln und Gesetze der Gemeinschaft über alles andere zu stellen und die individuellen Möglichkeiten dabei zu übersehen.
Nicht zuletzt orientieren sich Steinbock-Geborene stark am Althergebrachten und versuchen das, was sich bewährt hat, zu konservieren.
Das Tierkreiszeichen Steinbock verleiht Achsen und Planeten, die sich in ihm befinden, Ernsthaftigkeit, Ausdauer und Beharrungsvermögen.
Mit seinem Oppositionszeichen Krebs hat der Steinbock den Bezug zur Vergangenheit gemein: Beim Krebs ist es die Familiengeschichte, beim Steinbock sind es die althergebrachten Ordnungen. Mit den anderen beiden Erdzeichen, Stier und Jungfrau, teilt der Steinbock den Pragmatismus: Der Stier nutzt ihn zu mehr Bequemlichkeit, die Jungfrau orientiert sich damit in der Welt, und der Steinbock setzt ihn ein, um weiterzukommen. Von den beiden Zeichen, die zu ihm im Quadrat stehen, kann der Steinbock Spontanität ( Widder) und Freude am Ästhetischen und Charmanten ( Waage ) lernen.
Würden
Im Steinbock ist Mars erhöht, der Mond im Exil und Jupiter im Fall.
Nach der antiken Deutung von Manilius in seiner Astronomica hat eventuell der Asteroid Vesta sein Domizil im Steinbock (siehe dort).
Mythologie des Sternbilds
Das Sternbild stellt ein Wesen mit dem Kopf und den Vorderbeinen einer Ziege sowie einem Fischschwanz dar ( Ziegenfisch ). Diese Symbolik, die Erde und Wasser, Materie und Gefühl vereint, war bereits den Babyloniern vertraut. C. G. Jung schreibt dazu: "Die Sonne steigt wie eine Ziege auf den höchsten Berg und ist in der Tiefe des Meeres wie ein Fisch" (C.G. Jung: Symbole der Wandlungen. Olten und Freiburg 1977. S. 248 ) .Bisweilen wird die Ziege auch mit dem Einhorn in Verbindung gebracht, einem alten Symbol für die höheren Welten, nach denen sich der Steinbock so sehr sehnt.
Die antike Mythologie bringt den Steinbock in erster Linie mit dem Gott Pan in Verbindung. Er ist ein Sohn des Hermes und zählt zu den Satyrn, menschengestaltigen Wesen mit Bockshörnern und Bocksbeinen und einem Rossschweif. Da seine Mutter entsetzt über seinen Anblick davonlief, zogen ihn Nymphen auf. Pan hütete Schafe und Ziegen und war ein begnadeter Musiker. Gleichzeitig trieb ihn seine Lüsternheit zu den Nymphen, die wegen seines Aussehens zumeist in panischer (!) Furcht die Flucht ergriffen. Als die Nymphe Syrinx ihm nicht mehr entkommen konnte, bat sie darum, in Schilf verwandelt zu werden. Daraus schuf Pan die bekannte Pan-Flöte. Einmal war Pan selbst vor dem Ungeheuer Typhon auf der Flucht. Dabei wollte er sich in einen Fisch verwandeln, doch die Verwandlung gelang ihm nicht ganz. Er unterstützte jedoch Zeus im Kampf gegen Typhon, und zum Dank setzte ihn der Göttervater als Sternbild an den Himmel.
( Quelle: Weitgehend AstroWiki )