Venus auf der schönen Seite des Lebens
Symbol: 
Astrologische (Be-)Deutung
Venus ist im Horoskop das Symbol für jene Kraft in einem Menschen, die Harmonie sucht - sei es durch die Beziehung oder die Liebe zu einem anderen Menschen, sei es durch die Beschäftigung mit dem Schönen, wie sie in der Kunst zum Ausdruck kommt. Venus steht aber auch für den Selbstwert. Sie konfrontiert jeden mit der Frage: Wie gehe ich mit mir um, was mute ich mir zu?
Ihre Haus- und Zeichenstellung beschreibt die Art, wie eine Person mit anderen in Beziehung tritt, was ihr gefällt, oder wie sie den Wunsch nach Harmonie befriedigt. Sie zeigt, wie man liebt und geliebt werden möchte, wie man Zuneigung zum Ausdruck bringt und Zuneigung erfahren möchte. Sie gibt Auskunft über das, was einem Menschen Sinnesfreuden verschafft und was die persönliche Ästhetik anspricht.
Im Horoskop einer Frau ist Venus zusammen mit dem Mond Teil der weiblichen Identität. Als Planet der Erotik und Sexualität gibt sie zusammen mit
Mars auch Hinweise über diesen Lebensbereich. Im Horoskop eines Mannes sagt sie zudem, ebenfalls gemeinsam mit dem Mond, etwas über dessen Frauenbild aus; hier ist Venus die erotische Verführerin, sie repräsentiert das, was ein Mann anziehend findet.
Im
Aspekt mit einem anderen
Planeten oder einer
Achse verleiht Venus dem betreffenden Horoskopfaktor etwas Liebevolles und bindet ihn in die Ästhetik mit ein.
Im
Transit sorgt sie für den kurzen Zeitraum von wenigen Tagen für vermehrte Sinneswahrnehmung.
Würden
Körper
Venus unterstehen die Gleichgewichtsorgane, außerdem die Nieren, die einen wichtigen Einfluss auf die Regulation von Kreislauf und Blutbildung ausüben und zum Ausgleich des Säure-Basen-Haushalts im Körper beitragen. Die ausgleichende Kraft der Venus kommt auch in ihrer Zuordnung zu den Venen zum Ausdruck: Diese bringen das Blut, das über die Arterien Sauerstoff in sämtliche Körperzellen gebracht hat, zurück zum Herzen. Auch die Haut als Sinnesorgan wird Venus zugeordnet, als materielle Grenze des Körpers hingegen untersteht sie
Saturn.
Mythologie
Aphrodite (lateinisch Venus) gehörte zu den zwölf obersten Gottheiten des Olymp. Sie war die Göttin der Liebe, der Fruchtbarkeit und der Schönheit. Ihr Beiname "die Schaumgeborene" weist auf ihre Geburt hin. Der Titan Kronos (
Saturn ) hatte auf Geheiß seiner Mutter Gaia seinen Vater Uranos entmannt und die Geschlechtsteile ins Meer geworfen. An der Stelle bildete sich Schaum, und daraus entstand Aphrodite in voller Schönheit. Ihre Anmut übertrug sie gleich auf ihre Umgebung. Als sie aus dem Wasser ans Land trat, erblühten Blumen unter ihren Füßen.
Aphrodite war mit Hephaistos verheiratet, dem Gott des Feuers und der Schmiedekunst. Es war eine unglückliche Ehe. Hephaistos war einerseits hässlich und hinkend, andererseits aber der geschickteste Kunstschmied. Eine solche Verbindung befriedigte Aphrodite nicht. Sie verkörperte das sinnlich-leidenschaftliche Ideal. Deshalb suchte sie sich Liebhaber wie beispielsweise den Kriegsgott Ares. Ihre Leidenschaft ließ sie auch an allen Kämpfen und Intrigen der Götterwelt teilhaben. Sie war keinesfalls die naive, unbedarfte Schönheit, die das heutige Venus-Bild vermittelt. Wer sie verehrte, konnte sich auf ihre Unterstützung verlassen, wer sich ihr jedoch widersetzte oder ihre Liebe verschmähte, wurde unerbittlich bestraft. Sie war eine Göttin, die wertete und bewertete.
Astronomie
Venus ist nach
Merkur der zweite
Planet, dessen Umlaufbahn um die
Sonne sich innerhalb derjenigen der Erde befindet. Daher kann sie sich aus Erdsicht niemals mehr als 47 Grad von der Sonne entfernen (
Elongation ). Ihr Durchmesser beträgt 12 104 Kilometer, womit sie fast so groß wie die Erde ist. Die mittlere Entfernung von der Sonne ist 108,21 Millionen Kilometer. Für einen Umlauf um die Sonne (siderischer Umlauf) benötigt sie etwas mehr als 224 Tage, für einen Durchlauf durch den
Tierkreis 10 bis 14 Monate. Die
Tagesbewegung beträgt maximal 1 Bogengrad und 15 Bogenminuten. Von uns aus gesehen ist Venus nach Sonne und Mond der am hellsten leuchtende Himmelskörper.
Wie Merkur kann auch Venus
Abendstern oder
Morgenstern sein. Wenn aber von dem Morgenstern oder dem Abendstern die Rede ist, ist sie gemeint. Im ersten Fall geht sie am östlichen Himmel vor der Sonne auf, befindet sich also im Tierkreis hinter ihr; im zweiten Fall geht sie am westlichen Himmel nach der Sonne unter, befindet sich also im Tierkreis vor ihr. Wenn sie näher als ungefähr 10 Grad bei der Sonne steht, ist sie für das menschliche Auge nicht mehr zu erkennen.