Die Planeten allgemein

 ===Wortherkunft===
Das Wort '''Planet''' geht zurück auf griechisch πλανήτης (planētēs), zu πλανάομαι (planáomai), das auf deutsch „umherirren, umherschweifen“ bedeutet und sich im Altgriechischen auf eine Herde bezog, die sich über die Weide ausbreitet. Daher wurden Planeten früher auch eingedeutscht als Wandelsterne bezeichnet, im Sinne von „der Umherschweifende“ bzw. „der Wanderer“. Dabei wurden durch Fehlen der himmelsmechanischen Grundlagen bis in die frühe Neuzeit der Unterschied zwischen Planeten und anderen Himmelskörpern nicht sauber erkannt, und durchaus Sonne und Mond, wie auch Kometen und anderes zu den Wandelsternen gezählt.<ref>[http://de.wikipedia.org/wiki/Planet Wikipedia: Planet (astronomisch)]</ref>

===Astronomie===
Definition der [[IAU]] vom 23. August 2006:

Ein Planet im engeren astronomischen Sinn ist ein Himmelskörper, der
* sich auf einer keplerschen Umlaufbahn um die Sonne bewegt
* dessen Masse groß genug ist, dass sich das Objekt im hydrostatischen Gleichgewicht befindet – und somit eine näherungsweise kugelähnliche Gestalt besitzt
* das dominierende Objekt seiner Umlaufbahn ist, das heißt, der diese von weiteren Objekten „geräumt“ hat.<ref>[http://de.wikipedia.org/wiki/Planet Ebenda.]</ref>


Die Astronomie bezeichnet damit die acht Himmelskörper [[Merkur]], [[Venus]], [[Erde]], [[Mars]], [[Jupiter]], [[Saturn]], [[Uranus]] und [[Neptun]], die sich in unserem [[Sonnensystem]] auf nur leicht elliptischen Bahnen um die Sonne drehen und selbst nicht leuchten. Ihre Entfernung von der Sonne bestimmt ihre Umlaufzeit: Je weiter sie von der Sonne entfernt sind, desto länger dauert diese.

Von der Erde aus können nur Merkur, Venus, Mars, Jupiter und Saturn mit bloßem Auge gut gesehen werden. Daher erregten sie von frühester Zeit an die Aufmerksamkeit der Menschen ([[Geschichte der Astrologie]]). Uranus und Neptun wurden erst, dank technischer Hilfsmittel (Teleskope), in der Neuzeit entdeckt. Uranus ist zwar dem geübten Auge sichtbar, wenn man weiß wo er zu suchen ist, jedoch vergleichsweise so unauffällig, dass er lange Zeit, wenn er auch am Himmel katalogisiert wurde, immer wieder als Stern eingeordnet worden war. <ref>[http://de.wikipedia.org/wiki/Uranus_(Planet) Wikipedia: Uranus (Planet)]</ref>

Man unterscheidet die inneren Planeten (Merkur und Venus), deren Umlaufbahnen sich innerhalb derjenigen der Erde befinden, von den äußeren (Mars, Jupiter und Saturn), die außerhalb der Erdbahn um die Sonne kreisen. Von der Beschaffenheit her gelten Merkur, Venus, Erde und Mars als erdartige Planeten; Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun als jupiterartige oder Riesenplaneten. Die Masse aller Erdartigen ist geringer als die der Erde, die der Riesenplaneten zum Teil beträchtlich größer. Jupiter enthält 318-mal die Erdmasse und Saturn 95-mal. Bei Pluto ist die Masse am geringsten. Bis auf Merkur und Venus werden alle Planeten von mindestens einem Mond begleitet.

Seit Beginn des 19. Jahrhunderts bis heute wurden zahlreiche [[Kleinplaneten]] entdeckt ([[Asteroiden]], [[Kentauren]], [[Kuiper-Gürtel]]), und es sind auch in der Zukunft weitere Entdeckungen zu erwarten. Die größten Objekte unter ihnen werden als [[Zwergplanet]]en bezeichnet, darunter der bis zur Neudefinition des Planeten noch als Planet bezeichnete [[Pluto]].

==Astrologie==
Die Astrologie unternimmt eine andere Einteilung als die Astronomie. Sie rechnet Sonne und Mond zu den Planeten und lässt mehrheitlich die [[Erde]] weg, denn sie ist der '''Standpunkt des Betrachters''': die Astrologie ist also '''geozentrisch''' bzw. antropozentrisch. Das hat nichts damit zu tun, wie Kritiker der Astrologie immer wieder gerne vorwerfen, dass die Astrologie immer noch in mittelalterlichem Denken verhaftet geblieben wäre, sondern sie stellt bewusst den Menschen in den Mittelpunkt - und diese leben nun einmal auf der Erde, und diese bildet das menschliche Bezugssystem.

Aus diesem Grund hält die Astrologie an den klassischen Planeten, die bereits zur Zeit des geozentrischen Weltbilds als Planeten galten, fest: Sonne, Mond, Merkur, Venus, Mars, Jupiter und Saturn ([[Zahlenmystik]]). Seit der Entdeckung von Uranus, Neptun und Pluto arbeitet man in der Regel mit zehn Planeten. Auch der Kleinplanet [[Chiron]] erfreut sich bei Astrologen immer größerer Beliebtheit.

Inwiefern die astronomische Neudefinition eines Planeten auf die astrologische Einordnung Plutos als vollwertigen Planeten Einfluss haben wird bleibt abzuwarten.

Die (Haupt-)Planeten werden folgendermaßen eingeteilt:

*[[Persönlicher Planet|Persönliche Planeten]]
**Sonne
**Mond
**Merkur
**Venus
**Mars
*[[Gesellschaftlicher Planet|Gesellschaftliche Planeten]]
**Jupiter
**Saturn
*[[Geistiger Planet|Geistige Planeten]]
**Uranus
**Neptun
**Pluto

Alle Planeten bis auf Sonne und Mond sind nach antiken Göttergestalten benannt. Die Geschichte der Namensgeber spielt bei der astrologischen Deutung eine wichtige Rolle. Von den sieben klassischen Planeten galten Mond, Venus und Saturn als weiblich, Sonne, Mars und Jupiter als männlich sowie Merkur als zweigeschlechtlich.
Von den neuen Planeten wird Uranus den männlichen, Neptun den weiblichen Planeten zugeordnet, für Pluto ist die Frage noch nicht entschieden.

Die Planeten sind neben dem Tierkreis und den [[Haus|Häusern]] die wichtigste Grundlage der Astrologie, um zu Deutungsaussagen zu gelangen. Sie repräsentieren die Wesenskräfte des Menschen und erhalten durch die Stellung in den Tierkreiszeichen bestimmte Eigenschaften. Die Stellung in den Häusern schließlich sagt etwas darüber aus, in welchen Lebensbereichen sie ihre Kräfte entfalten.

Ob die Energien der Planeten unmittelbar auf die Einwirkung der entsprechenden Himmelskörper zurückgehen ([[Kausalität]]) oder ob sie von diesen nur angezeigt werden ([[Analogie]]), ist eine Frage, über die bei Astrologen keine Einigkeit besteht.

Die Bedeutung der Planeten ist kurz gesagt folgende (Näheres ist unter den einzelnen Planeten nachzulesen):

* [[Sonne]]: Lebenskraft, Wille, Geist
* [[Mond]]: Gefühle, Empfängnisbereitschaft, Körper
* [[Merkur]]: Denken, Kommunikation
* [[Venus]]: Ästhetik, Selbstwert
* [[Mars]]: Durchsetzungskraft, Eroberungswille
* [[Jupiter]]: Expansion, sinngebendes Prinzip
* [[Saturn]]: Konzentration, grenzsetzendes Prinzip
* [[Uranus]]: grenzsprengendes Prinzip
* [[Neptun]]: grenzauflösendes Prinzip
* [[Pluto]]: Transformation

 

 

 ( Quelle: weitgehend AstroWiki )