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Medizinastrologie

Synonym: Medizinische Astrologie

Ein Teilbereich der Astrologie, der die Zusammenhänge zwischen Horoskop und Körper, insbesondere Krankheiten und Dispositionen, aber auch Heilungsmöglichkeiten, untersucht. Die medizinische Astrologie basiert auf der Zuordnung der Planeten und der Tierkreiszeichen zu Organen und Körperteilen. Die Arbeit mit medizinischer Astrologie und insbesondere ihre Anwendung erfordern profunde medizinische Kenntnisse.


Die Möglichkeiten, Erkrankungen prognostisch und diagnostisch irgendwie mit Hilfe von Planetenkonstellationen beizukommen, diese dafür zu nutzen, gehen schon in die vorchristlichen Jahrhunderte zurück, vor allem nach Ägypten. Später verfeinerte man besonders im europäischen Hochmittelalter die Aussagemöglichkeiten beträchtlich, in dem systematisch Mondphasen, Tierkreis-Positionen des Mondes, seine Umlaufgeschwindigkeit und seine  Aspekt-Bildungen mit Krankheitsherkunft, Krankheitsursache, befallene Körperregion, befallenes Organ und Verlauf der Krankheit verband. Verbreitet arbeiteten die Ärzte zwischen dem 13./14. und dem 16./17. Jahrhundert mit diesem wichtigen Hilfsmittel, auch der bekannte Paracelsus.  Heute sind die Gefahren durch Krankheiten ungleich geringer und die medizinische Astrologie ermöglicht die Erarbeitung ganzheitlicher persönlicher Gesundheitsstrategien, Beleuchtung möglicher seelischer Hintergründe und Ergänzung zu prognostischen Aussagen des behandelnden Arztes. Keinesfalls ersetzt eine astrologische Beratung den Arztbesuch oder die medizinische Abklärung körperlicher Symptome.

Die antike und mittelalterliche Tradition, nach der bestimmte ärztliche Behandlungen nur zu den passenden astrologischen Konstellationen durchgeführt werden sollen, nennt man Iatromathematik. Dieser astrologischen Richtung wird in der Vulgärastrologie nach wie vor viel Beachtung geschenkt. Nachfolgend aufgeführte Zuordnungen waren ebenfalls schon iatromathematisch seit der Antike bekannt und wurden genutzt.

 


Planeten und Körperzuordnungen

 

 
 
*Sonne: Herz, Blutkreislauf

*Mond: Magen, Busen, Körperflüssigkeiten, Schleimhäute, vegetatives Nervensystem

*Merkur: Rückenmark, Nervensystem als "Nachrichtensystem" des Körpers, Atmungsorgane

*Venus: Gleichgewichtsorgane, Nieren, Venen, Haut als Sinnesorgan

*Mars: männliche Geschlechtsorgane, Muskeln, Blut, Arterien

*Jupiter: Leber

*Saturn: Knochengerüst, Haut als Körpergrenze

*Uranus: Nerven als Reizleiter

*Neptun: Hypophyse

*Pluto: Sexualorgane, Dickdarm, Mastdarm
 

 


Tierkreiszeichen und Körperzuordnungen


 
Diese Art der Zuordnung ist seit der Antike bekannt und wurde erstmals in der Astronomica von Manilius im frühen 1. Jahrhundert schon in einer vergleichbaren Art und Weise dargestellt.

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* Widder: Kopf

* Stier: Mund, Schlund und Speiseröhre, Hals, Nacken und Schultern

* Zwillinge: Luftröhre und Lunge, Arme und Hände

* Krebs: Busen, Magen und Bauch

* Löwe: Herz, Blutkreislauf

* Jungfrau: Dünndarm

* Waage: Lendenregion, Nieren, Blase, Haut als Kontaktorgan

* Skorpion: Geschlechtsorgane, Dickdarm, Mastdarm

* Schütze: Hüft- und Oberschenkelregion, Leber

* Steinbock: Knochengerüst und Knie

* Wassermann: Unterschenkel

* Fische: Füße

 

 

 

 

 

 

 

Tierkreisgrade und Körperzuordnungen


Reinhold Ebertin hat zusammem mit Elsbeth Ebertin noch eine wesentlich differenziertere gradastrologische Einteilung der Tierkreiszeichen vorgenommen. Ausgehend von der oben angegebenen Einteilung hat er beispielsweise das Zeichen Widder mit dem Hauptthema Kopf weiter unterteilt (Ebertin, Reinhold, Anatomische Entsprechungen der Tierkreisgrade. Ebertin Verlag, Freiburg 1991):
*1° Großhirn
*2° Mittelhirn
*3° Kleinhirn (Abszesse)
*4° Zirbeldrüse (Kropf)
*5° rechtes und linkes Auge (Haare)
*6° Augenhöhlen
*7° Ohren
*8° Jochbein
*9° Augenlinsen
*10° Augapfel
*11° Sehnerv
*12° Zunge
*13° Gehirnkammern
*14° Stirnlappen
*15° Seitenlappen (Selbstmord, Schlaganfälle)
*16° Varolsbrücke
*17° Rückenmarkskanal
*18° Nervenverbindungen
*19° Gehirnbalken
*20° Zungenbein
*21° Augenmuskeln (Abzesse)
*22° Backenmuskeln
*23° Jochbeinmuskeln
*25° Kopfnicker
*26° Schädelknochen
*27° vorderes Gewölbe (Schwindsucht)
*28° mittleres und hinteres Gewölbe, Haare
*29° Gehörgang (Bronchitis)
*30° Ohrspeicheldrüse

"Eigentlich", so die Astrologin Ulrike Voltmer, "ist 'Alles in Jedem'; in jedem Körperteil wirken alle astrologischen Prinzipien. Überall im Körper gibt es das Pulsieren (Sonne-Löwe) des durch das Atmen (Zwillinge-Merkur) mit Sauerstoff angereicherten Blutes (Mars), wird Zucker (Jupiter) verwertet und verbrannt (Widder-Mars), werden dem Blut Baustoffe (Jungfrau-Merkur) zur Nahrung der Zellen (Stier) und zum neuen Zellwachstum (Jupiter) entnommen; es wird entgiftet (Waage-Venus), Schlacken werden abtransportiert   (Skorpion), Nervenbahnen (Merkur und Wassermann-Uranus) und Lymphgefäße (Mond) durchziehen das Gewebe. ... Dass man die einzelnen Organe und Körperteile nur bestimmten astrologischen Prinzipien zuordnet, hat mit deren Spezialisierungen zu tun"  ( Voltmer, Ulrike: ''Astro-Medizin im Aufbruch''. In: Meridian 2/99. S. 9f. ).
( Quelle: wesentlich von Astro-Wiki )