Kommt 2010 in den USA eine Währungsreform ?

In den letzten Monaten gab es wieder einige astrologische Spekulationen, ob denn der US-Dollar in einer Währungsreform 2010 zugunsten einer neuen Währung in den USA abgeschafft wird. Gibt es dafür belastungsfähige astrologische Indizien?

 

Im Artikel „Der Untergang des Dollars“ im Meridian 3/2009 nahm sich dankenswerterweise Brigitte Hamann eines derzeit öfter diskutierten Themas an, einer eventuellen Währungsreform in den USA.

Der astrologische Aufhänger stellt die totale Sonnenfinsternis am 22.7.2009 dar, die auf MC und Sonne des Horoskopes des Bretton-Woods-Systems fällt. Diese Kombination besticht – und anderseits hat Hamann im Meridian selber auf S. 24 oben rechts geschrieben, dass das Bretton-Woods-System 1973 endgültig zusammen gebrochen war. Somit bleibt die Frage, warum sie mit Bretton-Woods weiterhin argumentiert. Eine totale Sonnenfinsternis fiel ansonsten schon am 22.7.1990 auf MC und Sonne des Bretton-Woods-Horoskopes, ohne das Hamann dies berücksichtigt. Dies wäre sicherlich hilfreich gewesen, um der aufgestellten astrologischen Behauptung und Deutung einen bestätigenden Vergleichswert zu geben.

Meiner Meinung nach führt die Zahlungsunfähigkeit eines Staates nicht zu einer Währungsreform, wie es Hamann als unvermeidlich betrachtet. Als Beispiel möchte ich Mexikos Zahlungsunfähigkeit 1982 und die Russlands in den 1990er Jahren anführen, in beiden Fällen erfolgte keine Währungsreform.

Erinnern möchte man dabei gerne an die deutschen Währungsreformen 1923/1924 und 1948, die ebenfalls nicht von einer Überschuldung des Staatshaushaltes ausgingen. 1923/1924 war es die Hyperinflation im Gefolge der Geldmengenausweitung, des Geldnachdruckes durch Reichsbank und Reichsregierung. Die Verbindlichkeiten der Reichsregierung aus völkerrechtlich wirksamen und entsprechend gestalteten Verträgen bestanden übrigens auch nach der Währungsreform weiter, wie 1948. Es gibt keinen unmittelbaren Zusammenhang zwischen Währungsreform und Verschuldung bzw. Zahlungsunfähigkeit, wie Brigitte Hamann offensichtlich vermutet, evt. vorallem nach der Rezeption der Literatur des Verlages aus dem gleichen Ort. I. d. R. erfolgt eine Währungsreform aufgrund einer längeren sehr großen Inflation, die eher ihre Ursache im Umstand hat, dass Regierungen zur Finanzierung einfach Geld drucken lassen, wie dies im von Hamann selbst genannten Beispiel der teilweisen Finanzierung des Vietnamkrieges durch die US-Regierung geschah.

Angesichts der Schwere der Behauptung schienen mir diese ergänzenden Ausführungen angebracht, eine sorgfältige und plausible Argumentationsfigur insgesamt notwendig.

 

Andreas Schmitt, Karlsruhe (Leserbrief v. 15. Juni 2009)

 

 

 

 

Ein weiterer Leserbrief v. 25. März 2010 an die Astrologie-Zeitschrift Meridian:

 

Im Artikel „Der Untergang des Dollars“ nahm sich dankenswerterweise Brigitte Hamann 2009 eines öfter diskutierten Themas an, einer möglichen Währungsreform in den USA.

Der astrologische Aufhänger stellte ursprünglich die totale Sonnenfinsternis am 22.7.2009 dar, die auf MC und Sonne des Horoskopes des Bretton-Woods-Systems fällt. Frau Hamann schloss auf eine US-Währungsreform, auch anhand weiterer wirtschaftlicher Argumente. Ihrer Meinung nach würde zwischen der zurückliegenden totalen Sonnen-finsternis vom 22. Juli 2009 und der kommenden vom 11. Juli 2010 die US-Währung einen „Reset“ erfahren. In einem Leserbrief im Meridian 4/2009 bestritt ich die Plausibilität der astrologischen Deutung, wie auch mancher wirtschaftlicher Argumente und trat dafür ein, dass es keine Reform der US-Währung geben würde.

Nun sind weitere Monate vergangen, in einem guten viertel Jahr tritt die nächste totale Sonnenfinsternis ein, am 11. Juli 2010. Für mich ein Anlass, vorläufig eine Bilanz zu ziehen.  Nach wie vor ist ein Reset der US-Währung nicht absehbar, eine Währungsreform. Speziell auch Frau Hamanns Hinweise auf die gegenwärtig immer noch sehr hohen Devisenreserven der chinesischen Administration an US-Dollars, bei einer Summe von mehr als 700 Milliarden US-Dollar, sprachen und sprechen eher gegen  ein Reset, bei allen Bemühungen der chi-nesischen Administration einer Goldkonvertierung der US-Devisen. Es ist nicht erkennbar, dass die chi-nesische Regierung eine nachhaltige Destabilisierung oder gar Ablösung des US-Dollars durch eine Währungsreform auch nur ernsthaft in Erwägung zieht bzw. zulassen würde, auch und gerade angesichts ihrer immensen Devisenbestände, die sie weder gefährden möchte in ihrem AußenWert, noch derzeit rasch und substanziell abbauen kann und wird. Und der allererste Schritt zur überfälligen Ablösung des Alleinstellungsmerkmals des US-Dollars als globales Zahlungsmittel fand bereits mit der Einführung des Euro statt.

Doch zurück zur Astrologie: Seit Monaten ist vor allem Griechenland der Brennpunkt der Finanzkrise, mit einer drohenden Zahlungsunfähigkeit, wie es scheint. Astrologisch betrachtet bildet die oben genannte Sonnenfinsternis-Konstellation von Sonne-Mond des Jahres 2009 eine fast gradgenaue Konjunktion mit der Sonne des Gründungshoroskopes des modernen Griechenlands (24.7.1974, 2h UT, Athen).  Diese Gründungshoroskop-Sonne regiert über das 2. Haus und steht an der Spitze des 2. Hauses, in der Verbindung mit der Sonnenfinsternis 2009 wird damit astrologisch glaubwürdig eine bedeutende Krise der materiellen Substanz, der Finanzen Griechenlands abgebildet.