Mit dem (Geburts-)Horoskop ist heutzutage meist die Horoskopzeichnung gemeint: die graphische Darstellung der Planeten-Stände zum Zeitpunkt der Geburt oder eines Ereignisses, von dem Ort des Geschehens aus gesehen. Das Zeichen, das zu diesem Zeitpunkt am östlichen Horizont aufgeht, also der Aszendent, zeigt die Stunde an, wohingegen die Planeten sich im Lauf eines Tages nur wenig weiter bewegen, sieht man einmal vom Mond ab, der aber auch nicht ein so genauer Zeitanzeiger wie der Aszendent ist.
Das Horoskop bildet die Grundlage der astrologischen Deutung. Es wird aufgrund von astronomischen Berechnungen erstellt, und zwar aufgrund einer möglichst minutengenauen Zeitangabe. Die gewonnenen Daten werden in ein kreisförmiges Schema gebracht. Früher wurde ein Horoskop häufig auch als Quadrat dargestellt.
Im weiteren Sinn beinhaltet der Begriff Horoskop auch das, was man aus den Symbolen herausdeutet.
Bis zur Antike wurden Horoskope überwiegend für Herrscher und Priester erstellt oder aber für eine ganze Gemeinschaft. Individuelle Horoskope ließen sich erstmals reiche Römer anfertigen (Geschichte der Astrologie). Heute kann sich jeder Interessierte ein Horoskop erstellen und deuten lassen.
Das Geburtshoroskop erst ermöglicht es, auf ganz persönlicher Ebene die individuellen Talente, Anlagen, Temperamente, Begabungen, Muster und Ziele, Träume und Projektionen darzustellen. Dabei geht es primär erst mal nicht um Prognosen – am besten lernt man sich erst mal selber einigermaßen kennen. Dabei gibt es genug zu entdecken, zu verstehen, zu verarbeiten und zu gewinnen für sich selber und die eigenen Möglichkeiten der Lebensgestaltung.
Basis des Geburtshoroskopes sind der exakte Geburtstag, Geburtsort und die genaue Geburtszeit, wie sie zumindest in vielen europäischen Ländern erfasst wird und beim Standesamt oder in Kirchenbüchern hinterlegt ist.